Diese Fassung der AGB ist ein interner Entwurf, der sich derzeit in der fachanwaltlichen Endprüfung befindet. Sie ist NICHT Vertragsbestandteil aktiver Bestellungen.
Stand: 2026-05-23 · Version 0.1-DRAFT · Status: Pre-Launch (Anwaltsprüfung läuft)
Wirksam einbezogene AGB werden nach Abschluss der Endprüfung an gleicher Stelle veröffentlicht und gesondert per E-Mail angekündigt.
Allgemeine Geschäftsbedingungen
⚠ Anwalts-Prüfliste (Pre-Launch)
Die folgenden 14 Klauseln werden derzeit fachanwaltlich geprüft. Jede Klausel im Volltext trägt zusätzlich den Marker ⚠ ANWALTSCHECK direkt im Paragraphen-Header — per Browser-Suche (Strg+F nach ⚠ ANWALTSCHECK) springbar.
| # | § | Thema | Risiko | Priorität | |---|---|---|---|---| | 1 | § 4 Abs. 5 | Haftung des Nutzers für Missbrauch der Zugangsdaten | § 309 Nr. 7 BGB | Mittel | | 2 | § 6 | Payment-Gating als Voraussetzung interaktiver Funktionen | § 307 BGB / AGG | Mittel | | 3 | § 8 lit. c/d | Watchlist + Benachrichtigungen nur mit Zahlungsart | § 305c BGB | Hoch | | 4 | § 14 Abs. 1 | Online-Auktion ≠ § 312g II Nr. 10 BGB | BGH I ZR 51/12 | KRITISCH | | 5 | § 14 Abs. 5 | Shill-Bidding-Verbot + technische Umsetzung | § 4 Nr. 11 UWG | Hoch | | 6 | § 16 | Automatische Belastung nach Auktionsgewinn | PSD2 / § 312j II BGB | KRITISCH | | 7 | § 21 Abs. 2 | SEPA-Pre-Notification auf 2 Tage verkürzt | SEPA-VO | KRITISCH | | 8 | § 24 | GwG-Pflichten bei hochpreisigen Auktionen | § 2 I Nr. 16 GwG | Mittel | | 9 | § 26 | Live-Stream-Aufzeichnung + Verwertung | § 22 KUG / DSGVO | KRITISCH | | 10 | § 36 Abs. 2 | Gewährleistungsverkürzung bei Gebrauchtware via AGB | BGH VIII ZR 32/16 | KRITISCH | | 11 | § 38 | Haftungsbeschränkung / Kardinalpflichten | § 309 Nr. 7 BGB | Hoch | | 12 | § 44 Abs. 3 | Physical-Goods-Ausnahme von Apple-IAP | Apple Guideline 3.1.5 | Hoch | | 13 | § 45 | Zustimmungsfiktion bei AGB-Änderungen | BGH XI ZR 26/20 | Hoch | | 14 | § 47 Abs. 2 | VSBG-Pauschalauskunft bei ≤ 10 MA | § 36 VSBG | Niedrig |
§ 1 Anbieter / Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen ("AGB") gelten für sämtliche Verträge, die zwischen der
AMAKA GmbH (i.G., bis Eintragung im Handelsregister) [Straße, Hausnummer] [PLZ Ort] Deutschland Geschäftsführer: [Name] HRB: [Nummer], Amtsgericht [Ort] (sofern eingetragen) USt-IdNr.: [DE-Nummer] E-Mail: [kontakt@amaka-restposten.de]
— im Folgenden "AMAKA", "wir" oder "uns" —
und dem Kunden (im Folgenden "Kunde" oder "Nutzer") über die Webseite amaka-restposten.de, alle zugehörigen Subdomains sowie die Mobile-App "AMAKA" für iOS und Android (gemeinsam: "Plattform") geschlossen werden.
(2) Maßgeblich ist die Fassung der AGB, die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültig ist.
(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als AMAKA ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.
(4) AMAKA richtet sich primär an Verbraucher im Sinne des § 13 BGB. Verkäufe an Unternehmer (§ 14 BGB) sind möglich; einzelne Regelungen dieser AGB unterscheiden ausdrücklich zwischen Verbrauchern und Unternehmern.
§ 2 Begriffe und Definitionen
In diesen AGB bezeichnet:
- "Plattform" — Webseite und Mobile-App von AMAKA.
- "Kundenkonto" — der personalisierte, passwortgeschützte (bzw. SSO-geschützte) Zugang zur Plattform.
- "Produkt" — jedes auf der Plattform angebotene physische Gut, insbesondere Neuware, Restposten, Sonderposten, B-Ware oder gebrauchte Artikel.
- "Festpreis-Bestellung" — Kaufvorgang zu einem auf der Produktdetailseite klar ausgewiesenen Festpreis.
- "Auktion" — zeitlich befristeter Bietvorgang auf der Plattform, in dem Nutzer verbindliche Gebote auf Produkte abgeben können.
- "Gebot" — verbindliches Angebot des Nutzers zum Abschluss eines Kaufvertrags zu dem jeweils gebotenen Preis.
- "Höchstgebot" — das zum Ende der Auktionslaufzeit höchste, nicht zurückgezogene Gebot.
- "Hinterlegte Zahlungsart" — eine vom Nutzer im Kundenkonto erfolgreich autorisierte und durch den Zahlungsdienstleister bestätigte Bezahlmethode (Stripe-Kreditkarte, PayPal, Klarna, SEPA-Lastschrift).
- "Live-Stream" — von AMAKA über die Plattform öffentlich oder halböffentlich übertragener Video-Stream, der Produktvorstellungen, Auktionen oder beides enthalten kann.
- "Watchlist" — persönliche Merkliste eines registrierten Nutzers.
§ 3 Vertragspartner
(1) Der Kauf- bzw. Nutzungsvertrag kommt ausschließlich mit der AMAKA GmbH zustande. AMAKA ist nicht Vermittlerin, sondern Verkäuferin der über die Plattform angebotenen Produkte.
(2) Apple Inc. und Google LLC sind weder Vertragspartei dieses Vertrages noch verantwortlich für die Plattform-Inhalte. Sie stellen lediglich die App-Distribution bereit.
§ 4 Kundenkonto und Registrierung ⚠ ANWALTSCHECK (Abs. 5)
(1) Die Nutzung wesentlicher Plattform-Funktionen (siehe § 8) setzt ein Kundenkonto voraus.
(2) Registrierungsberechtigt sind ausschließlich natürliche Personen mit Vollendung des 18. Lebensjahres und vollumfänglicher Geschäftsfähigkeit oder juristische Personen, wirksam vertreten.
(3) Bei der Registrierung sind wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen. Insbesondere Name, Lieferanschrift und E-Mail-Adresse müssen korrekt sein. Änderungen sind unverzüglich im Kundenkonto zu aktualisieren.
(4) Pro Person ist ausschließlich ein Kundenkonto zulässig. Mehrfachkonten zur Umgehung von Auktionslimits, Sperrungen oder Promotion-Aktionen sind untersagt und führen zur sofortigen Sperrung sämtlicher betroffener Konten.
(5) Der Nutzer ist verpflichtet, seine Zugangsdaten geheim zu halten. AMAKA übernimmt keine Haftung für Schäden aus unbefugter Verwendung der Zugangsdaten, soweit den Nutzer ein Verschulden trifft.
⚠ ANWALTSCHECK §4 Abs. 5 — Klausel zur Haftung des Nutzers für Zugangsdatenmissbrauch ist nach AGB-Recht restriktiv auszulegen. Pauschale Verschuldenszurechnung ist gemäß § 309 Nr. 7 BGB ausgeschlossen, wenn sie über § 276 BGB hinausgeht. Verbraucherrechtlich darf der Nutzer nur bei grober Fahrlässigkeit/Vorsatz voll haften. Empfehlung: Klausel auf "soweit grob fahrlässig oder vorsätzlich" konkretisieren.
(6) AMAKA ist berechtigt, ein Kundenkonto bei Verdacht auf Identitätstäuschung, Betrug, Geldwäsche oder Verstoß gegen diese AGB temporär oder dauerhaft zu sperren (§ 24).
§ 5 Anmeldung über Apple- / Google-SSO
(1) Die Registrierung und Anmeldung am Kundenkonto ist alternativ über Sign in with Apple und Sign in with Google möglich.
(2) Bei Nutzung des Single-Sign-On werden — abhängig von der Auswahl des Nutzers im Apple-/Google-Dialog — folgende Daten an AMAKA übermittelt:
- Eindeutige Nutzer-ID (Apple-Sub bzw. Google-Sub)
- E-Mail-Adresse (real oder Apple-Relay-E-Mail)
- Vor- und Nachname (sofern freigegeben)
(3) Apple-Relay-E-Mails werden von AMAKA als reguläre Kontaktadresse akzeptiert. Der Nutzer ist verpflichtet, sicherzustellen, dass über die Relay-Adresse zugestellte Nachrichten auch tatsächlich empfangen werden können.
(4) Eine erfolgreiche SSO-Registrierung ersetzt nicht die in § 6 geregelte Pflicht zur Hinterlegung einer gültigen Zahlungsart, soweit der Nutzer zahlungspflichtige Funktionen nutzen möchte.
(5) Details zur Datenverarbeitung bei SSO finden sich in der Datenschutzerklärung.
§ 6 Pflicht zur Hinterlegung einer Zahlungsart ⚠ ANWALTSCHECK
(1) Zum Abschluss einer Festpreis-Bestellung, zur Abgabe eines Gebots in einer Auktion sowie zur Nutzung weiterer interaktiver Funktionen (siehe § 8) muss der Nutzer eine gültige, autorisierte Zahlungsart im Kundenkonto hinterlegt haben.
(2) Hinterlegung bedeutet konkret:
- bei Stripe / Kreditkarte: erfolgreiche Karten-Verifizierung mit 3D-Secure-Authentifizierung;
- bei PayPal: abgeschlossene Billing-Agreement- oder Reference-Transaction-Bindung;
- bei Klarna: erfolgreich abgeschlossener Klarna-Authorize-Flow;
- bei SEPA-Lastschrift: gültiges, durch den Kontoinhaber erteiltes SEPA-Mandat einschließlich nachweisbarer Mandatsbestätigung (Confirmation-of-Payee).
(3) Eine hinterlegte Zahlungsart begründet keine automatische Belastung — sie ist ausschließlich Voraussetzung für die Ausführung konkreter, vom Nutzer initiierter oder vertraglich ausgelöster Zahlungsvorgänge (insbesondere bei Auktionsende mit Höchstgebot, siehe § 16).
(4) Der Nutzer kann seine hinterlegte Zahlungsart jederzeit im Kundenkonto entfernen oder ersetzen. Bestehende, noch nicht abgeschlossene Zahlungs- oder Vertragspflichten bleiben hiervon unberührt.
⚠ ANWALTSCHECK §6 — Payment-Gating als Voraussetzung jeder Interaktion. § 1 / § 19 AGG verbieten diskriminierende Zugangsbarrieren. Reine Zahlungsfähigkeit ist KEIN AGG-Merkmal, jedoch könnte die Verweigerung jedweder Plattform-Interaktion (auch Watchlist) ohne Zahlungsart durch Verbraucherzentralen als unangemessene Benachteiligung gerügt werden (§ 307 BGB). Empfehlung: Lesen + Suche bleiben IMMER frei; Payment-Gate erst ab transaktionsnahen Funktionen. § 7/8 setzen das bereits um — anwaltliche Bestätigung einholen.
§ 7 Funktionen ohne Zahlungsart
Auch ohne hinterlegte Zahlungsart sind dem Nutzer folgende Funktionen uneingeschränkt zugänglich:
(a) Anzeige sämtlicher öffentlich gelisteter Produkte; (b) Volltextsuche, Filter und Sortierung; (c) Anzeige laufender und vergangener Auktionen, einschließlich aktueller Gebote in anonymisierter Form; (d) Lesen von Produktbeschreibungen, Zustandsangaben und Versandinformationen; (e) Anzeige des Impressums, der AGB, der Datenschutzerklärung und der Widerrufsbelehrung; (f) Anlegen eines Kundenkontos (Registrierung) und Hinterlegen persönlicher Stammdaten ohne Zahlung; (g) Kontaktaufnahme über das Kontaktformular und Rückfragen zu Produkten.
§ 8 Gesperrte Funktionen ohne Zahlungsart ⚠ ANWALTSCHECK (lit. c/d)
Ohne hinterlegte und gültige Zahlungsart sind folgende Funktionen technisch und vertraglich gesperrt:
(a) Abgabe von Geboten in Auktionen; (b) Abschluss von Festpreis-Bestellungen; (c) Nutzung der Watchlist (Speichern von Produkten für spätere Betrachtung / Benachrichtigung); (d) Abonnement von Push-, E-Mail- oder In-App-Benachrichtigungen zu Auktionen, Preisänderungen oder Wiederverfügbarkeit; (e) Teilnahme an interaktiven Live-Stream-Funktionen (Chat, Sofort-Kauf, Gebot-aus-Stream); (f) Erstellung oder Annahme von Preisvorschlägen (sofern angeboten).
⚠ ANWALTSCHECK §8 lit. c/d — Watchlist und Benachrichtigungen sind in der Branche kostenlose Standard-Funktionen (eBay, Vinted, Catawiki). Eine Sperrung ohne Zahlungsart ist als atypisches Geschäftsmodell zu kennzeichnen — der Nutzer muss VOR der Registrierung deutlich darauf hingewiesen werden, sonst Gefahr einer überraschenden Klausel i.S.d. § 305c BGB. Empfehlung: Hinweis prominent vor SSO-Button und in der Onboarding-Strecke platzieren.
§ 9 Produkte: Restposten, B-Ware, Sonderposten
(1) Ein wesentlicher Teil des AMAKA-Sortiments besteht aus:
- Restposten — neuwertige Ware aus Überproduktion, Sortimentswechsel oder Insolvenzen;
- Sonderposten — neuwertige Ware mit besonders günstiger Einkaufsposition (z.B. Lagerräumung);
- B-Ware — Ware mit dokumentierten, nicht funktionsrelevanten Mängeln (Verpackungsschäden, leichte Gebrauchsspuren, fehlende Originalverpackung);
- Gebrauchte Artikel — Artikel zweiter Hand mit dokumentiertem Zustand.
(2) Jede Produktkategorie wird auf der Produktdetailseite klar und unverwechselbar als solche gekennzeichnet.
§ 10 Zustandsangaben und Produktbeschreibung
(1) Die in der Produktbeschreibung angegebenen Eigenschaften und Mängelbeschreibungen gelten als vereinbarte Beschaffenheit im Sinne des § 434 Abs. 2 Nr. 1 BGB.
(2) AMAKA verwendet eine einheitliche Zustandsklassifikation:
- Neu / OVP — ungeöffnete Originalverpackung;
- Neu, ohne OVP — fabrikneu, jedoch ohne (oder mit beschädigter) Originalverpackung;
- B-Ware — leichte Gebrauchsspuren — funktional einwandfrei, geringfügige optische Spuren;
- B-Ware — sichtbare Gebrauchsspuren — funktional einwandfrei, deutliche optische Spuren;
- Gebraucht — voll funktionsfähig — sichtbarer Gebrauch, dokumentierte Vorbenutzung;
- Defekt / Bastlerware — funktionale Einschränkungen, ausdrücklich beschrieben.
(3) Geringfügige Abweichungen von Produktfotos (Farbnuancen, Lichtverhältnisse) sind technisch bedingt und stellen keinen Mangel dar.
(4) Bei B-Ware und gebrauchten Artikeln stellen die in der Produktbeschreibung dokumentierten Eigenschaften (insbesondere Gebrauchsspuren, Verpackungs- oder Lagerschäden) keinen Mangel dar.
§ 11 Preise, Steuern, Versandkosten
(1) Alle auf der Plattform angegebenen Preise sind Endpreise in Euro und enthalten die jeweils gesetzlich geltende Umsatzsteuer.
(2) Versandkosten werden — sofern anfallend — vor Abschluss der Bestellung im Warenkorb gesondert ausgewiesen.
(3) Bei Lieferung in EU-Mitgliedstaaten außerhalb Deutschlands kommt das jeweils geltende Mehrwertsteuerrecht zur Anwendung (insb. OSS-Verfahren).
(4) Bei Lieferung in Drittländer können zusätzlich Einfuhrabgaben, Zölle oder Verwaltungsgebühren anfallen, die vom Empfänger zu tragen sind.
(5) Verkäufe gebrauchter Artikel können unter die Differenzbesteuerung gemäß § 25a UStG fallen. In diesem Fall enthält die Rechnung den Hinweis "Gebrauchtgegenstände/Sonderregelung" — ein gesonderter Umsatzsteuer-Ausweis ist gesetzlich ausgeschlossen.
§ 12 Festpreis-Bestellungen
(1) Die Darstellung von Produkten auf der Plattform stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung an den Kunden zur Abgabe eines Angebots ("invitatio ad offerendum") dar.
(2) Durch Anklicken des Buttons "Zahlungspflichtig bestellen" am Ende des Bestellprozesses gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab.
(3) Die Annahme durch AMAKA erfolgt entweder durch ausdrückliche Auftragsbestätigung per E-Mail, durch Versand der Ware oder durch erfolgreiche Belastung der hinterlegten Zahlungsart. Eine reine Bestelleingangsbestätigung stellt noch keine Annahme dar.
(4) Der Vertragstext (AGB + Bestelldaten) wird im Kundenkonto gespeichert und ist dem Kunden zugänglich.
§ 13 Warenkorb und Checkout
(1) Vor Abschluss der Bestellung werden dem Kunden in einer Zusammenfassung angezeigt: Produkte einschließlich Zustandsangabe; Einzel- und Gesamtpreis; Versandkosten; Steueranteile; Liefer- und Rechnungsadresse; gewählte Zahlungsart; voraussichtlicher Liefertermin.
(2) Der Kunde kann Eingaben bis zum Klick auf "Zahlungspflichtig bestellen" korrigieren. Eingabefehler werden durch klare visuelle Hinweise sichtbar gemacht (§ 312i BGB).
§ 14 Auktionen ⚠ ANWALTSCHECK (Abs. 1 KRITISCH + Abs. 5)
(1) AMAKA bietet Online-Auktionen an. Diese sind keine Versteigerungen im Sinne des § 156 BGB und keine "öffentlich zugänglichen Versteigerungen" im Sinne des § 312g Abs. 2 Nr. 10 BGB. Das Widerrufsrecht des Verbrauchers bleibt bei Online-Auktionen vollständig erhalten (siehe § 30).
⚠ ANWALTSCHECK §14 Abs. 1 — KRITISCH — ZWINGENDE Klarstellung. BGH-Rechtsprechung (BGH I ZR 51/12; BGH VIII ZR 305/08) stellt fest, dass Internet-Auktionen NICHT die Anforderungen einer öffentlich zugänglichen Versteigerung mit Auktionator erfüllen. Ein Ausschluss des Widerrufsrechts wäre unwirksam und abmahnfähig. Diese Klausel ist als Schutz für AMAKA wichtig — anwaltlich bestätigen lassen.
(2) Eine Auktion beginnt zum auf der Produktdetailseite ausgewiesenen Startzeitpunkt und endet zum dort genannten Endzeitpunkt.
(3) AMAKA kann die Auktionsdauer um eine Anti-Sniping-Verlängerung automatisch ausdehnen, wenn in den letzten Sekunden vor Auktionsende neue Gebote eingehen. Die genaue Verlängerungslogik (z.B. 30 Sekunden pro Last-Minute-Gebot) wird auf der Auktionsseite transparent angegeben.
(4) AMAKA behält sich vor, einzelne Auktionen vor Ablauf zu beenden, sofern (a) ein technischer Defekt die ordnungsgemäße Durchführung verhindert; (b) das angebotene Produkt nicht mehr verfügbar ist; (c) ein Verstoß gegen geltendes Recht festgestellt wird; (d) ein begründeter Verdacht auf Manipulation, Geldwäsche oder Betrug besteht. In diesem Fall werden bereits abgegebene Gebote ungültig; etwaige Vorautorisierungen werden umgehend freigegeben.
(5) AMAKA selbst sowie mit AMAKA verbundene Personen sind nicht zur Abgabe von Geboten in eigenen Auktionen berechtigt ("Shill Bidding" untersagt).
⚠ ANWALTSCHECK §14 Abs. 5 — Bid-Shielding-Schutz / Eigenbieter-Verbot. § 4 Nr. 11 UWG i.V.m. § 156 BGB — Shill Bidding ist wettbewerbswidrig. Empfehlung: technischen Kontrollmechanismus dokumentieren (Block-Liste verbundener Accounts).
§ 15 Abgabe verbindlicher Gebote
(1) Mit Abgabe eines Gebots durch Klick auf "Verbindlich bieten" gibt der Nutzer ein rechtlich bindendes Angebot auf Abschluss eines Kaufvertrags zum gebotenen Preis ab.
(2) Gebote können nach Abgabe nicht zurückgezogen werden, mit folgenden engen Ausnahmen (analog § 119 BGB):
(a) Tippfehler im Gebotsbetrag, sofern der Nutzer unverzüglich (innerhalb von 60 Minuten) nach Abgabe schriftlich (E-Mail) widerruft und der Auktionsendzeitpunkt noch nicht erreicht ist; (b) wesentliche Änderung der Produktbeschreibung durch AMAKA nach Gebotsabgabe.
(3) Vor jedem Klick auf "Verbindlich bieten" werden dem Nutzer angezeigt: aktueller Höchstgebotsbetrag; gewählter Eigenbietbetrag; ggf. Bietagent-Maximum; Restlaufzeit; gewählte Zahlungsart und Hinweis auf automatische Belastung im Falle des Höchstgebots; Verlinkung auf die AGB-Klausel zu Auktionen und auf das Widerrufsrecht; Kosten Versand und Steuer (sofern bestimmbar).
(4) Mehrfachgebote desselben Nutzers heben das jeweils vorangegangene Gebot auf, sofern das neue Gebot höher ist.
§ 16 Automatische Zahlungspflicht bei Höchstgebot ⚠ ANWALTSCHECK (KRITISCH)
(1) Ist der Nutzer zum Zeitpunkt des Auktionsendes der Höchstbietende und liegt sein Gebot über einem etwaigen vorab definierten Mindestpreis ("Reservepreis"), kommt ein rechtsverbindlicher Kaufvertrag über das auktionierte Produkt zwischen dem Nutzer und AMAKA zustande.
(2) AMAKA ist berechtigt, den im Höchstgebot ausgewiesenen Kaufpreis (zzgl. Versandkosten und anwendbarer Steuern) automatisch und ohne weitere Einzelfreigabe des Nutzers über die hinterlegte Zahlungsart einzuziehen. Diese Berechtigung wird vom Nutzer durch Klick auf "Verbindlich bieten" erteilt und ist Voraussetzung der Gebotsabgabe.
(3) Bei Stripe / Kreditkarte erfolgt zum Zeitpunkt der Gebotsabgabe eine Vorautorisierung (SCA-konform, 3D-Secure 2) in Höhe des Gebotsbetrags. Die endgültige Belastung erfolgt nur, wenn der Nutzer Höchstbietender ist; andernfalls wird die Vorautorisierung freigegeben.
(4) Schlägt die automatische Belastung fehl (z.B. wegen Karten-Ablauf, Kontodeckung, Widerruf des SEPA-Mandats), gilt § 23.
⚠ ANWALTSCHECK §16 — KRITISCH — Automatische Belastung ohne erneute Freigabe. PSD2 / SCA-Konformität ist technisch über die Vorautorisierung gewährleistet (3DS2-Challenge bei Gebotsabgabe). Verbraucherrechtlich ist die einmalige Einwilligung zur Belastung im Höchstgebotsfall zulässig, MUSS aber TRANSPARENT, UNMITTELBAR VOR GEBOTSABGABE und in KLARTEXT angezeigt werden (§ 312j Abs. 2 BGB analog). Klausel und UI müssen synchronisiert sein. Empfehlung: Anwaltliche Bestätigung der UI-Flow-Konformität.
(5) Eine etwaige Erstattung im Rahmen des Widerrufsrechts (§ 30) erfolgt über dieselbe Zahlungsart.
§ 17 Zahlungsarten
AMAKA akzeptiert folgende Zahlungsarten, vorbehaltlich technischer Verfügbarkeit und positiver Bonitätsprüfung:
(a) Kreditkarte (Visa, Mastercard, Amex) via Stripe; (b) PayPal; (c) Klarna (Sofort, Rechnung, Ratenkauf — soweit angeboten); (d) SEPA-Lastschrift.
Welche Zahlungsarten konkret zur Verfügung stehen, kann je nach Produkt, Auktionsbetrag, Versandland oder Bonität variieren und wird im Checkout angezeigt.
§ 18 Stripe / Kreditkarte
(1) Zahlungsdienstleister für Kreditkarten ist die Stripe Payments Europe Ltd., Dublin, Irland.
(2) Mit Eingabe der Kartendaten autorisiert der Nutzer Stripe, im Auftrag von AMAKA Beträge gemäß den Vorgaben dieser AGB einzuziehen.
(3) Bei Auktionen erfolgt eine Vorautorisierung in Gebotshöhe; bei Festpreis-Käufen erfolgt eine sofortige Belastung.
(4) Sämtliche Karten-Authentifizierungen unterliegen den Anforderungen der Zweiten Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) und werden mittels 3D-Secure 2 durchgeführt.
§ 19 PayPal
(1) Zahlungsdienstleister für PayPal ist die PayPal (Europe) S.à r.l. et Cie, S.C.A., Luxemburg.
(2) Bei wiederkehrender Belastung (z.B. nach Auktionsgewinn) nutzt AMAKA das PayPal-Reference-Transaction- bzw. Billing-Agreement-Verfahren.
(3) PayPal-Käuferschutzbestimmungen finden zusätzlich Anwendung.
§ 20 Klarna
(1) Zahlungsdienstleister ist die Klarna Bank AB (publ), Stockholm, Schweden.
(2) Bei Wahl der Zahlungsart Klarna gelten zusätzlich die jeweiligen Klarna-Nutzungsbedingungen.
(3) Klarna führt eine eigenständige Bonitätsprüfung durch.
§ 21 SEPA-Lastschrift ⚠ ANWALTSCHECK (Abs. 2 KRITISCH)
(1) Bei SEPA-Lastschrift erteilt der Nutzer AMAKA ein SEPA-Basis-Lastschriftmandat, das eine Belastung des angegebenen Kontos zugunsten der AMAKA GmbH erlaubt.
(2) Die Vorabankündigung (Pre-Notification) der Lastschrift erfolgt spätestens 2 Bankarbeitstage vor Belastung per E-Mail.
⚠ ANWALTSCHECK §21 Abs. 2 — KRITISCH — Pre-Notification-Frist. Standard-SEPA-Frist sind 14 Tage; eine Verkürzung auf 2 Tage ist nur wirksam, wenn der Kunde dem AUSDRÜCKLICH zustimmt (typischerweise im Mandats-Setup). UI-Flow muss diese verkürzte Frist explizit ausweisen.
(3) Bei Rückbuchung mangels Deckung trägt der Nutzer die hierdurch entstehenden Rücklastschriftkosten in Höhe von bis zu 5,00 EUR, sofern er die Rücklastschrift zu vertreten hat. Höhere tatsächliche Kosten sind nachzuweisen.
(4) Der Nutzer kann das Mandat jederzeit gegenüber AMAKA und/oder seiner Bank widerrufen. Bereits ausgeführte Lastschriften können innerhalb der gesetzlichen Frist (8 Wochen ab Belastung) ohne Angabe von Gründen zurückgegeben werden.
§ 22 Zahlungsautorisierung / Vorautorisierung
(1) AMAKA ist berechtigt, im Rahmen einer Bestellung oder Gebotsabgabe eine Vorautorisierung in Höhe des voraussichtlich anfallenden Gesamtbetrags vorzunehmen.
(2) Eine Vorautorisierung ist keine Belastung — der Betrag wird auf dem Konto des Nutzers reserviert, aber nicht eingezogen.
(3) Vorautorisierungen werden — sofern keine Vertragsausführung stattfindet — innerhalb der technisch möglichen Frist freigegeben (typischerweise 1–7 Bankarbeitstage).
§ 23 Nichtzahlung / Zahlungsfehler
(1) Schlägt eine Belastung der hinterlegten Zahlungsart fehl, fordert AMAKA den Nutzer unverzüglich per E-Mail zur Nachzahlung mit angemessener Frist (in der Regel 7 Tage) auf.
(2) Verstreicht diese Frist ergebnislos, ist AMAKA berechtigt: (a) vom Vertrag zurückzutreten; (b) Schadensersatz statt der Leistung gemäß §§ 280, 281 BGB zu verlangen; (c) den Vorgang an ein Inkassobüro zu übergeben.
(3) Nutzer, die wiederholt (insbesondere innerhalb von 12 Monaten mehr als zwei Mal) Zahlungen verweigern oder vereiteln, können dauerhaft von der Auktionsteilnahme ausgeschlossen werden (§ 24).
§ 24 Betrugsprävention und Sperrung ⚠ ANWALTSCHECK (GwG-Schwelle)
(1) AMAKA setzt automatisierte und manuelle Mechanismen zur Betrugs- und Geldwäscheprävention ein, einschließlich Velocity-Checks, Device-Fingerprinting in datenschutzkonformem Umfang, Stripe-Radar / PayPal-Risk / Klarna-Risk-Engine sowie manuellem Review hochpreisiger Transaktionen.
(2) AMAKA ist berechtigt, das Kundenkonto bei begründetem Verdacht vorübergehend (bis zu 30 Tagen) oder dauerhaft zu sperren. Eine dauerhafte Sperrung erfolgt insbesondere bei Identitätstäuschung; Geldwäsche- oder Terrorfinanzierungs-Verdacht; wiederholten Zahlungsausfällen; Manipulationsversuchen; schwerwiegenden Verstößen gegen § 39.
(3) Bei rechtskräftiger Sperrung werden offene Transaktionen abgewickelt; bereits hinterlegte Daten werden nach Maßgabe der gesetzlichen Aufbewahrungspflichten gelöscht.
⚠ ANWALTSCHECK §24 — GwG-Pflichten. AMAKA ist als E-Commerce-Anbieter selbst nicht originär GwG-pflichtig, kann aber unter § 2 Abs. 1 Nr. 16 GwG fallen bei "Güterhändler-Eigenschaft" und Bargeschäften über 10.000 EUR. Da AMAKA keine Barzahlung anbietet, dürfte GwG-Pflicht entfallen — anwaltliche Bestätigung empfohlen, insbesondere für Auktionen >10.000 EUR.
§ 25 Watchlist, Benachrichtigungen, Push
(1) Registrierte Nutzer mit hinterlegter Zahlungsart können Produkte zur Watchlist hinzufügen und sich über Statusänderungen benachrichtigen lassen.
(2) Push-Benachrichtigungen (iOS, Android, Web) werden ausschließlich nach ausdrücklicher Einwilligung des Nutzers im Endgerät und in den AMAKA-Benachrichtigungseinstellungen versandt.
(3) Der Nutzer kann seine Benachrichtigungspräferenzen jederzeit im Kundenkonto, in den Geräte-Einstellungen oder über den Abmeldelink in E-Mails widerrufen.
(4) Transaktionsbezogene Benachrichtigungen (Auktionsende mit eigenem Höchstgebot, Zahlungsbestätigung, Versandstatus) sind vertragswesentlich und können nicht abbestellt werden, solange ein aktiver Vertrag besteht.
§ 26 Live-Stream / Produktvorstellung ⚠ ANWALTSCHECK (KRITISCH)
(1) AMAKA bietet über die Plattform Live-Streams an, in denen Produkte vorgestellt, Auktionen moderiert oder Sofort-Kauf-Aktionen angeboten werden können.
(2) Die Teilnahme als Zuschauer ist passiv und auch ohne hinterlegte Zahlungsart möglich. Interaktive Funktionen (Live-Chat, Sofort-Kauf, Live-Gebot) erfordern jedoch ein registriertes Konto mit hinterlegter Zahlungsart (§ 8).
(3) Live-Streams können von AMAKA aufgezeichnet und in Auszügen archiviert werden, sofern dies aus Beweissicherungs-, Schulungs- oder Marketing-Gründen erforderlich ist. Personenbezogene Daten Dritter (z.B. Chatnachrichten unter Klarnamen) werden vor Veröffentlichung anonymisiert oder gepixelt.
⚠ ANWALTSCHECK §26 — KRITISCH — Aufzeichnung und Verwertung von Live-Stream-Inhalten. § 22 KUG (Recht am eigenen Bild), DSGVO Art. 6 Abs. 1 lit. f, sowie ggf. § 201a StGB bei intimer Atmosphäre. Empfehlung: Vor Beitritt zum Live-Chat ein klares Consent-Modal mit Opt-in einblenden. Außerdem TMG/MStV-Rundfunkrelevanz prüfen — Live-Stream mit Auktion könnte als telemediale Marktveranstaltung gelten, ggf. Anzeige bei Landesmedienanstalt nötig.
§ 27 Versand und Lieferung
(1) Die Lieferung erfolgt durch von AMAKA beauftragte Logistikdienstleister an die im Kundenkonto angegebene Lieferadresse.
(2) Die Lieferzeit beträgt regelmäßig 2 bis 7 Werktage ab Zahlungseingang, sofern in der Produktbeschreibung nicht abweichend angegeben.
(3) Bei Großposten, sperrigen Artikeln oder Speditionsversand kann eine längere Bearbeitungs- und Zustellzeit anfallen.
(4) Bei Lieferverzögerungen, die AMAKA nicht zu vertreten hat (höhere Gewalt, Lieferantenausfall, Naturkatastrophen, Pandemielagen), verlängert sich die Lieferfrist um die Dauer des Ereignisses zuzüglich angemessener Anlaufzeit. Bei mehr als 21 Tagen Verzögerung steht dem Kunden ein Rücktrittsrecht zu.
§ 28 Gefahrübergang
(1) Bei Verbrauchern (§ 13 BGB) geht die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung mit Übergabe der Ware an den Verbraucher über (§ 446 BGB).
(2) Bei Unternehmern (§ 14 BGB) geht die Gefahr mit Übergabe an den Frachtführer über (§ 447 BGB).
§ 29 Eigentumsvorbehalt
(1) Die Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung des Kaufpreises Eigentum der AMAKA GmbH.
(2) Bei Unternehmern gilt zusätzlich ein erweiterter Eigentumsvorbehalt.
§ 30 Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Verbraucher haben bei Fernabsatzverträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Erhalt der Ware (§§ 355, 356 BGB).
(2) Bei Auktionen auf der AMAKA-Plattform bleibt das Widerrufsrecht uneingeschränkt erhalten (siehe § 14 Abs. 1).
(3) Einzelheiten zur Ausübung des Widerrufsrechts, die genauen Fristen, das Muster-Widerrufsformular sowie die Kostenfolgen finden sich in der separaten Widerrufsbelehrung.
(4) Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig bei den in § 312g Abs. 2 BGB genannten Ausnahmen, insbesondere versiegelte Hygiene-/Datenträger nach Entsiegelung, individuell angefertigte Waren, schnell verderbliche Waren.
§ 31 Ausschluss oder Erlöschen des Widerrufsrechts
Die in § 30 Abs. 4 genannten Ausnahmen werden bei betroffenen Produkten auf der Produktdetailseite gesondert und vor Bestellabschluss ausgewiesen. Ohne diese vorherige Information greift der Ausschluss nicht.
§ 32 Rücksendekosten
(1) Im Widerrufsfall trägt der Verbraucher die regelmäßigen Kosten der Rücksendung, sofern nicht im Einzelfall anders kommuniziert (§ 357 Abs. 6 BGB).
(2) Bei Speditionsware werden die voraussichtlichen Rücksendekosten in der Produktbeschreibung angegeben.
§ 33 Rückerstattung
(1) Im Widerrufsfall erstattet AMAKA alle Zahlungen einschließlich Hinversandkosten unverzüglich, spätestens binnen 14 Tagen ab Zugang der Widerrufserklärung.
(2) AMAKA kann die Rückzahlung verweigern, bis die Ware zurückerhalten oder ein Nachweis der Rücksendung erbracht wurde (§ 357 Abs. 4 BGB).
(3) Die Rückerstattung erfolgt über dieselbe Zahlungsart, die der Verbraucher beim Hinkauf gewählt hat.
(4) Verschlechtert sich die Ware durch einen Umgang, der zur Prüfung der Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise nicht erforderlich war, kann AMAKA Wertersatz verlangen (§ 357 Abs. 7 BGB).
§ 34 Stornierung vor Versand
(1) Der Kunde kann eine Bestellung vor Versand über das Kundenkonto stornieren, sofern dies technisch noch möglich ist.
(2) Bei stornierten Bestellungen werden bereits durchgeführte Vorautorisierungen freigegeben oder geleistete Zahlungen erstattet.
(3) Bei Auktionsgewinnen ist eine Stornierung außerhalb des gesetzlichen Widerrufsrechts (§ 30) ausgeschlossen.
§ 35 Rückgabe nach Lieferung
(1) Nach Lieferung kann der Kunde Ware im Rahmen des Widerrufsrechts (§ 30) zurücksenden.
(2) Bei Mängeln gelten die gesetzlichen Gewährleistungsregeln (§ 36).
(3) Eine darüber hinausgehende freiwillige Rückgabe ist nicht vorgesehen.
§ 36 Gewährleistung ⚠ ANWALTSCHECK (Abs. 2 KRITISCH)
(1) Es gelten die gesetzlichen Mängelrechte gemäß §§ 434 ff. BGB.
(2) Die Verjährungsfrist für Gewährleistungsansprüche beträgt:
- bei Neuware: 2 Jahre ab Übergabe;
- bei gebrauchten Sachen an Verbraucher: 1 Jahr ab Übergabe (§ 476 Abs. 2 BGB), sofern dies vor Vertragsschluss konkret und individualisiert vereinbart wurde;
- bei Verkäufen an Unternehmer (B2B): 1 Jahr ab Übergabe für Neuware, Ausschluss bei Gebrauchtware.
⚠ ANWALTSCHECK §36 Abs. 2 — KRITISCH — Gewährleistungsverkürzung bei Gebrauchtware. § 476 Abs. 2 BGB erlaubt eine Verkürzung auf 1 Jahr bei gebrauchten Sachen NUR, wenn der Verbraucher VOR Vertragsschluss über die Verkürzung individuell informiert wurde UND die Verkürzung ausdrücklich UND gesondert vereinbart wurde (BGH VIII ZR 32/16). Eine pauschale AGB-Klausel reicht NICHT. Empfehlung: UI-Flow mit gesonderter Checkbox "Mir ist bekannt, dass bei gebrauchten Artikeln die Gewährleistung auf 1 Jahr verkürzt ist" bei Käufen über Gebrauchtartikel implementieren — und in jedem Auktions-Listing einen entsprechenden Hinweis prominent platzieren.
(3) Die Gewährleistung erstreckt sich nicht auf Mängel, die in der Produktbeschreibung als Beschaffenheit ausgewiesen sind (z.B. bei B-Ware dokumentierte Gebrauchsspuren).
(4) Im Falle eines Mangels hat der Kunde zunächst Anspruch auf Nacherfüllung (Nachbesserung oder Ersatzlieferung).
§ 37 Besonderheiten bei B-Ware
(1) Bei B-Ware-Verkäufen wird vor Bestellabschluss eine detaillierte Zustandsbeschreibung angezeigt, die als vereinbarte Beschaffenheit gilt.
(2) Die in der Beschreibung aufgeführten Mängel sind keine Mängel im Rechtssinne. Verborgene, nicht beschriebene Mängel unterliegen der vollen gesetzlichen Gewährleistung.
(3) Ist die B-Ware zugleich gebraucht, gilt zusätzlich § 36 Abs. 2 zur möglichen Verjährungsverkürzung.
§ 38 Haftung ⚠ ANWALTSCHECK
(1) AMAKA haftet bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit unbeschränkt.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet AMAKA nur:
(a) bei Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit unbeschränkt; (b) bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ("Kardinalpflichten"), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf, beschränkt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
(3) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
(4) Eine darüber hinausgehende Haftung — insbesondere für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden, Datenverlust ohne Verschulden von AMAKA — ist ausgeschlossen.
⚠ ANWALTSCHECK §38 — Haftungsklausel. § 309 Nr. 7 BGB sowie BGH-Rechtsprechung sind hier sehr restriktiv. Die obige Klausel ist Standard, aber Wortwahl ("Kardinalpflichten") sollte präzise sein. Empfehlung: Klausel 1:1 aus aktuellem IT-Recht-Standardvorrat übernehmen lassen.
§ 39 Verbotenes Nutzerverhalten
Untersagt sind insbesondere:
(a) Verwendung von Bots, Crawlern, Scrapern oder automatisierten Bietassistenten außerhalb der von AMAKA bereitgestellten offiziellen Bietagenten-Funktion; (b) Mehrfachregistrierung (§ 4 Abs. 4); (c) Shill Bidding und Absprachen zur Preismanipulation; (d) Reverse Engineering, Disassemblierung oder Umgehung technischer Schutzmaßnahmen der Plattform; (e) Veröffentlichung personenbezogener Daten anderer Nutzer ohne deren Einwilligung; (f) Versand unaufgeforderter Werbung oder Spam an andere Nutzer; (g) jede Verletzung gewerblicher Schutzrechte Dritter; (h) Diskriminierende, beleidigende, gewaltverherrlichende oder rechtswidrige Inhalte im Live-Chat; (i) Versuche, das Payment-Gating durch Vortäuschung gültiger Zahlungsmittel zu umgehen.
§ 40 Sanktionen / Account-Sperrung
(1) Bei Verstößen gegen § 39 oder gegen sonstige Bestimmungen dieser AGB kann AMAKA — abhängig von Schwere und Wiederholung — verwarnen, einzelne Funktionen temporär entziehen, das Konto temporär (bis zu 30 Tage) oder dauerhaft sperren, sowie zivil- und strafrechtliche Schritte einleiten.
(2) Vor dauerhafter Sperrung wird dem Nutzer — soweit verhältnismäßig und nicht aufgrund Geheimhaltungspflichten ausgeschlossen — Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben.
§ 41 Datenschutz-Verweis
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt nach Maßgabe der separaten Datenschutzerklärung, die in jeder Phase der Nutzung der Plattform abrufbar ist und die Bestimmungen der DSGVO sowie des BDSG umsetzt.
§ 42 Cookie- / Tracking-Verweis
Hinweise zur Verwendung von Cookies, Local Storage, Device-Fingerprinting und Tracking-Technologien finden sich in der Cookie-Erklärung. Verarbeitungen mit Einwilligungspflicht werden über das Consent-Management-Modul vor Speicherung eingeholt.
§ 43 App-spezifische Hinweise
(1) Die Mobile-App "AMAKA" ist über den Apple App Store und Google Play Store kostenlos erhältlich.
(2) Für die Installation und Nutzung der App gelten ergänzend die Nutzungsbedingungen des jeweiligen App-Stores.
(3) Push-Benachrichtigungen, Geräteberechtigungen (Kamera, Standort, Speicher) werden erst nach ausdrücklicher Einwilligung des Nutzers im Betriebssystem-Dialog aktiviert.
(4) Die App kann jederzeit deinstalliert werden. Eine Deinstallation beendet keinen aktiven Vertrag und keine offene Zahlungspflicht.
§ 44 Apple- / Google-Plattformhinweise ⚠ ANWALTSCHECK (Abs. 3 — App-Review-kritisch)
(1) Apple Inc. ist nicht Vertragspartner von Verträgen, die zwischen AMAKA und dem Nutzer über die App geschlossen werden. Apple ist berechtigt, die Apple-Nutzungsbedingungen gegenüber dem Nutzer durchzusetzen, falls dies erforderlich wird.
(2) Google LLC ist nicht Vertragspartner von Verträgen, die zwischen AMAKA und dem Nutzer über die App geschlossen werden.
(3) Käufe innerhalb der App werden über die in § 17 genannten Zahlungsarten abgewickelt; Apple In-App-Purchase und Google Play Billing kommen nicht zum Einsatz, da es sich um physische Waren handelt (Ausnahme nach Apple-Guideline 3.1.3(a) bzw. Google-Play-Policy "Physical Goods").
⚠ ANWALTSCHECK §44 Abs. 3 — APP-REVIEW-KRITISCH — Die Pflicht zur Nutzung von Apple-IAP bzw. Google-Play-Billing greift nicht bei physischen Waren — diese Klarstellung ist für die App-Review essenziell. Apple App Store Review Guideline 3.1.5 / Google Play Payments Policy. Empfehlung: Diese Klausel auf Englisch zusätzlich in den Review-Notes hinterlegen.
(4) Soweit Apple/Google rechtlich als "begünstigte Dritte" dieser AGB gelten, akzeptieren sie die Bestimmungen.
§ 45 Änderungen der AGB ⚠ ANWALTSCHECK
(1) AMAKA ist berechtigt, diese AGB anzupassen, wenn gesetzliche oder regulatorische Änderungen dies erfordern, höchstrichterliche Rechtsprechung Anpassungen nahelegt, neue Funktionen / Zahlungsarten / Services hinzukommen oder Sicherheits- bzw. Compliance-Maßnahmen dies erfordern.
(2) Bei wesentlichen Änderungen wird der Nutzer mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail informiert.
(3) Widerspricht der Nutzer nicht innerhalb von 30 Tagen ab Zugang der Änderungsmitteilung in Textform, gelten die geänderten AGB als angenommen. Auf diese Rechtsfolge wird in der Änderungsmitteilung ausdrücklich hingewiesen.
(4) Widerspricht der Nutzer fristgerecht, ist AMAKA berechtigt, das Vertragsverhältnis zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu beenden.
⚠ ANWALTSCHECK §45 — AGB-Änderungsklausel. BGH XI ZR 26/20 (PayPal-Urteil) zur Zustimmungsfiktion in AGB — bei Verbrauchern sehr restriktiv. Die obige Klausel ist akzeptabel, sofern die 30-Tages-Frist eingehalten wird UND der Widerspruchshinweis in Textform UND auffällig erfolgt. Empfehlung: Wortlaut anwaltlich abschließend prüfen.
§ 46 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als hierdurch keine zwingenden Schutzbestimmungen des Rechts ihres gewöhnlichen Aufenthaltslandes ausgeschlossen werden (Art. 6 Rom-I-VO).
(2) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt.
(3) Vertragssprache ist Deutsch. Sollten Übersetzungen in andere Sprachen angeboten werden, ist im Konfliktfall die deutsche Fassung maßgeblich.
§ 47 Streitbeilegung / Verbraucherstreitbeilegung ⚠ ANWALTSCHECK (Abs. 2)
(1) Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit, die unter folgendem Link erreichbar ist: https://ec.europa.eu/consumers/odr
E-Mail-Adresse von AMAKA für die OS-Plattform: [kontakt@amaka-restposten.de]
(2) AMAKA ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 VSBG).
⚠ ANWALTSCHECK §47 Abs. 2 — Pflicht zur Angabe nach § 36 VSBG. Unternehmer mit ≤ 10 Mitarbeitern müssen nur eine Pauschalauskunft geben; größere Unternehmen müssen detailliertere Angaben machen. Sobald AMAKA über 10 MA wächst, Klausel anpassen.
§ 48 Gerichtsstand bei Unternehmern
(1) Ist der Kunde Unternehmer (§ 14 BGB), juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertragsverhältnis der Sitz der AMAKA GmbH.
(2) Bei Verbrauchern gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.
§ 49 Kontakt
AMAKA GmbH (i.G.) [Straße, Hausnummer] [PLZ Ort] Deutschland
E-Mail: [kontakt@amaka-restposten.de] Web: https://amaka-restposten.de
Servicezeiten: [Mo–Fr 09:00–17:00 Uhr]
⚠ Ende des Pre-Launch-Entwurfs. Diese Fassung ist Stand 2026-05-23 und befindet sich in der anwaltlichen Endprüfung. Sie ist nicht vertragswirksam einbezogen. Die finale Fassung wird hier nach Freigabe veröffentlicht.
